Farbsehschwäche
Die Farberkennung wird nach EASA mit den Farbtafeln nach Ishihara oder am Anomaloskop (nach Nagel) oder mit einer Signallaterne geprüft.
Die Untersuchung mit den Farbtafeln muss bei guten Lichtverhältnissen stattfinden. Die Ergebnisse am Anomaloskop sind von der Erfahrung des einzelnen Untersuchers abhängig. Dies hat dazu geführt, dass Bewerber bei verschiedenen Untersuchungsstellen völlig unterschiedliche Ergebnisse erzielt haben Bewerber. Es sind 3 Laternentypen zugelassen. Spectrolux – Holmes Wright – Beynes. Diese Laternen-Typen sind im Augenblick sehr schwer zu bekommen. Auch die AMC`s haben damit Probleme.
Es ist zu beachten, dass die einzelnen Laternen-Typen und Testbedingungen zu unterschiedlichen Ergebnissen führen können. Aber es gibt keine Regel welcher Test am bestem zu bestehen ist. Die JAA hat an der Universität in London eine Untersuchung durchgeführt, bei der Bewerbern – die den Ishihara-Test nicht bestanden hatten – an den 3 Laternen und am Anomaloskop getestet wurden.
Da die 3 Laternen unterschiedliche Lichtcharakteristik und Lichtstärke haben und nach unterschiedlichen Protokollen geprüft wird, gleichzeitig das Anomaloskop nach Nagel ein völlig anderes Testprinzip beinhaltet, hat der Vergleichstest wie erwartet zu unterschiedlichen Ergebnissen bei den selben Bewerbern geführt. Es wurden darauf hin im Jahr 2000 Untersuchungsprogramme in UK, Canada und den Niederlanden initiiert, deren Ergebnisse zu einheitlichen Standards führen sollen.
Am AMC in London wird mit dem Typ Holmes Wright und Beynes geprüft. Man muss einen Typ schaffen. Es wird zuerst nach Beynes geprüft. Kein Grund zur Panik, wenn man diesen Test nicht schafft. In Holland steht der Typ Holmes-Wright zur Verfügung. In Zürich wird mit dem Typ Spectrolux geprüft, in Köln mit dem Typ nach Beynes. Am AMC in Frankfurt und Fürstenfeldbruck ist im Augenblick keine Lampe vorhanden. In Fürstenfeldbruck soll bald eine Lampe nach Beynes verfügbar sein. Frankfurt schickt seine Bewerber (wenn ein Laternen-Test nötig ist) nach London!!! zum Test. Man muss einen Latern-Test nur einmal bestehen. Bei Augenärztlichen Wiederholungs-untersuchungen ist kein neuer Test nötig.
Die Holmes-Wright Laterne besteht aus 2 übereinander liegenden Lichtern, die rot, grün oder weiß sein können. Es werden alle Kombinationen eingespielt, also oben und unten je eine unterschiedliche Farbe oder auch oben und unten die gleiche Farbe. Die Beynes Laterne strahlt 5 verschiedene Lichter aus – rot – grün – blau – orange – weiß.
Ablauf der Tests nach Erfahrungsberichten von Bewerbern.
Holmes-Wright Test und oder Beynes Test in London-Gatwick im UK-CAA-Aviation House -Telefonnummer 0044 1 29 35 73 700 Mr. Adrian Corley.
Schnelle Terminvergabe, circa 10 Taxi-Minuten vom Flugplatz: Anfahrtsweg unter www.caa.co.uk. Als Hotel in der Nähe für Übernachtung ist das „Holiday Inn Crowley“ geeignet.
Der Test wird auch noch im London Heathrow Centre im Control Tower gegenüber dem Terminal 2 durchgeführt -Telefonnummer 0044 20 87 45 33 51. Die Kosten für den Test betragen in Heathrow 50,– pds und im Aviation House 28,– pds. Zwischen Heathrow und Gatwik verkehrt ein Shuttle Bus der „National Express“ und man bewältigt die Strecke in einer guten Stunde. Zum Aviation House fährt man vom Gatwik Terminal North oder South mit dem Local Bus Nr.10 zur Haltestelle City Place und von dort sind es noch etwa 5 min. Fußmarsch.
Der Testablauf mit der Holmes-Wright Laterne:
Der Test wird in einem Raum ohne Fenster bei normalen Leuchtstoffröhren Licht durchgeführt. Entfernung von der Lampe ca. 5 – 6 Meter. Die Tests sind standardisiert und laufen wie folgt ab: Gezeigt werden 2 übereinander liegende Lichter in 9 Kombinationen der Farben rot, grün und weiß, wobei die Farbtöne von rot und grün auch wechseln. Man darf sich also nicht nur auf die Helligkeit der Farbpunkte einstellen, sondern muss die Farben schon wirklich sehen. Die Lampen haben die Größe von Leuchtdioden und sind aus einer Entfernung von etwa 6 Metern sehr klein.
Es gelten folgende Regeln:
- kein Fehler in der ersten Runde -> Test bestanden
- irgendeine rot – grün Verwechslung -> automatisch durchgefallen
- ein anderer Fehler -> es werden 2 weitere Runden absolviert
- kein Fehler in beiden Extrarunden -> Test bestanden
- Fehler in Runde 2 oder 3 -> Dunkeladaption
- kein Fehler in der Dunkelrunde -> Test bestanden
- irgendein Fehler in der Dunkelrunde -> automatisch durchgefallen.
Die 9 Farbkombinationen haben in den einzelnen Runden immer die gleiche Reihenfolge – jedoch wird einem nicht gesagt wo man den Fehler gemacht hat.
Holmes-Wright Test in Holland
Aeromedical Expert Centre
Fokkerweg 300
1438 AN Schiphol – Oude Meer
Tel. 020-304 3290
Fax.020-304 3291
Internet: www.aecmedicals.nl
Beynes-Test in Köln, Tel.: 022 03 60 133 68, Frau Dr. Stern
Abstand 6 Meter, der Bewerber bekommt Zeit für die Augenadaption, erst werden die 5 Farben angesagt und gezeigt, dann muss der Bewerber die Farben ansagen.
Hier eine interessante und informative Seite über Farbenschwäche.